homepage

Buchpräsentation Orient & Okzident- Das neue Buch des „Neue Welt Verlag“

Der Neue Welt Verlag, die Österreichische Akademie der Wissenschaften und die „Türkische Kulturgemeinde in Österreich“(TKG) freuen sich JournalistenInnen und Interessierte begrüßen zu dürfen.

Das Buch Orient & Okzident-Begegnungen und Wahrnehmungen aus 500 Jahren ist Band 4 der Buchreihe des „Neue Welt Verlag“ und wird vom Verleger Birol Kilic herausgegeben. Für diesen Band konnte der „Neue Welt Verlag“ zwei hervorragende Herausgeber und 24 hochqualifizierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gewinnen. Die beiden Herausgeber Barbara Haider-Wilson und Maximilian Graf sind auch Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften und waren schon an einer Vielzahl historischer Publikationen beteiligt.

EINLADUNG
Datum: 30.11.2016
Mittwoch 18:00 c.t.

Ort: Theatersaal der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften
Wien I., Sonnenfelsgasse 19

Anmeldung erbeten unter:
office@neueweltverlag.at
oder 0043-1-513 76 15-0

Es ist für unseren Neue Welt Verlag in Wien eine große Freude, mit 24 Top-Wissenschaftlern und -Wissenschaftlerinnen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Freien Universität Berlin, des Österreichischen Historischen Instituts in Rom, der Universität Wien, dem Museum für angewandte Kunst in Wien, der Karl-Franzens-Universität Graz, der Kunstuniversität Belgrad, der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, der Westböhmischen Universität Pilsen und freischaffenden Wissenschaftlern verschiedener Fachbereiche dieses Buch zu präsentieren.

Das Buch „Orient & Okzident – Begegnungen und Wahrnehmungen aus 500 Jahren“ ist Band 4 der Buchreihe des „Neue Welt Verlag“ und wird vom Verleger Birol Kilic herausgegeben. Für diesen Band konnte der „Neue Welt Verlag“ zwei hervorragende Herausgeber und 24 hochqualifizierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gewinnen. Die beiden Herausgeber des Buches Barbara Haider-Wilson und Maximilian Graf sind auch Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften und waren schon an einer Vielzahl historischer Publikationen beteiligt.

Das Buch thematisiert eine historische Betrachtung des Verhältnisses zwischen „Orient“ und „Okzident“, beides weit mehr als Raumkategorien, und verweist auf ein enges Beziehungsgeflecht, das sich über die Jahrhunderte aufbaute. Wie die darin versammelten Beiträge mit einem besonderen Schwerpunkt auf die Nachbarn Habsburgermonarchie und Osmanisches Reich zeigen, standen neben den bekannten kriegerischen Auseinandersetzungen eine Vielzahl friedlicher Interaktionen und ein reger Austausch. In der historischen Reflexion wird ein wirkmächtiges Naheverhältnis sichtbar, das sich aus Gemeinsamkeiten und Gegensätzen, aus Begegnungen und Bilderwelten speiste.

Über die Entstehung der monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam hinweg führt das Buch durch einen historischen Diskurs, der sämtliche Stationen der Geschichte behandelt.

Neue Welt Verlag
Orient&Okzident 
Begegnungen und Wahrnehmungen aus fünf Jahrhunderten
Hardcover, 770 Seiten mit Bildern
ISBN 9783950306194
€ 49,90

 

PROGRAMM
Begrüßung
Arnold Suppan
Österreichische Akademie der Wissenschaften

Worte des Verlegers
„Ein Traum wird Wirklichkeit“
Birol Kilic
Neue Welt Verlag / Geschäftsführer

Vorstellung des Buches
Barbara Haider-Wilson
Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
& Maximilian Graf
Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien

Moderation und Diskussionsleitung
Otmar Lahodynsky
President, Association of European Journalists, profil

 

„Der Neue Welt Verlag legt mit diesem facettenreichen Band einen gewichtigen Beitrag zur langen Geschichte von Interaktionen zwischen Orient und Okzident vor. Damit beweist er erneut sein gesellschaftspolitisches Engagement, wissenschaftliche Erkenntnisse zu aktuellen Themen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dem bedeutungsvollen Buch sind viele Leserinnen und Leser zu wünschen.“
Prof. Dr. Arnold Suppan,
Österreichische Akademie der Wissenschaften

Mehr: http://www.neueweltverlag.at/index.php?id=1252

Rückfragen & Kontakt:

Neue Welt Verlag
Mag. Deniz Sel
d.sel@neueweltverlag.at
www.neueweltverlag.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG

Fachbücher, homepage

Buchpräsentation im Palais Eschenbach

„Das Burgenland als Internationale Grenzregion im 20. und 21. Jahrhundert“     von Deniz Sel

Wien / Palais Eschenbach.  Rund 100 Gäste füllten die Beletage im Palais Eschenbach. In Vertretung der Hausherrin KommR Margarete Kriz-Zwittkovits begrüßte Mag. Stephan Blahut die Gäste und übergab das Wort dem Vizepräsidenten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Univ.-Prof. i.R. Dr. Arnold Suppan, der mit persönlichen Erinnerungen über den „Eisernen Vorhang“ fortsetzte und den großen Rahmen der Buchpräsentation absteckte, die das Ergebnis einer Tagung im Jahre 2011 ist, als das Burgenland sein 90jähriges Bestehen gefeiert hatte. Diese Tagung war von der Akademie der Wissenschaften organisiert worden. Die damaligen Vorträge flossen in den vorgestellten Band ein und zeichnen das Bild dieser internationalen Grenzregion in seinen vielschichtigen und komplexen Zusammenhängen.

Dem engagierten Verleger Dipl.-Ing. Birol Kilic wurde von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) aus den Händen von Univ.-Prof. Suppan eine Ehrenurkunde überreicht. Der Neue Welt Verlag bedankte sich seinerseits bei allen Beteiligten mit Urkunden und silbernen und goldenen Medaillen mit symbolischen Darstellungen der Sehenswürdigkeiten von Wien und unterstrich damit die erfolgreiche Zusammenarbeit im letzten halben Jahr während der Drucklegung und in der Vorbereitung der Veranstaltung.

Birol Kilic dankte besonders Dr. Maximilian Graf und Dr. Karlo Ruzicic-Kessler, auch für die redaktionelle Begleitung während der Drucklegung und gratulierte Maximilian Graf zur jüngsten Promotion zum Doktor der Philosophie.

Die Autoren des neuen Bandes über das Burgenland, der die erste wissenschaftliche Gesamtdarstellung der Geschichte des Burgenlandes ist, sind Richard Lein, Klaus Koch, Karlo Ruzicic-Kessler, Bettina Hofmann, David Schriffl, Maximilian Graf, Barbara Lass, Philipp Strobl und David Pruonto. Herausgeber sind Maximilian Graf, Alexander Lass und Karlo Ruzicic-Kessler.

Anschließend erläuterte Birol Kilic, wieso der Neue Welt Verlag das Buch in den Druck bringen wollte. Der Neue Welt Verlag verstünde sich als Brückenbauer zwischen Orient und Okzident, zwischen den Religionen und Kulturen, mit gegenseitigem Respekt und unter Achtung der jeweils eigenen Würde. Der Verlag versuche, den Menschen bei der Suche nach dem richtigen Weg zu helfen: Woher komme ich? Was ist der Sinn des Daseins? Wohin gehen wir? – diese Fragen sollte sich jeder stellen. Es gehe um nichts mehr oder weniger, als um die Zukunft eines jeden Menschen.

Darüber hinaus stellen sich die Menschen viele Fragen und es scheint, dass selbst trotz oder wegen der modernen Wissenschaft immer mehr Fragen offen bleiben.  „Um das Jetzt und die Zukunft in Frieden meistern zu können, müssen wir die Vergangenheit verstehen“, so Kilic. Um Frieden in der Welt zu erreichen, sei es nötig, erst Frieden im eigenen Haus zu schaffen. Schrittweise kann so der Friede in die Welt hinausgetragen werden.

Österreich ist natürlich heute sehr klein, aber es hat – gemeinsam mit seinen Nachbarn – eine große Vergangenheit. So ist es die Österreichische Idee, die das Zusammenleben vieler Völker unter einem Dach nicht als Illusion sieht. Es ist diese Österreichische Idee, die später zur Europäischen Idee wurde. Friede im Inland, Friede im Ausland!

Der Neue Welt Verlag ist stetig auf der Suche nach Fachbüchern zu den Themen Geschichte, Kultur, Religion, Wirtschaft, Migration, Alltag und Gesellschaft. Das Leitmotiv des Verlags ist es, kulturelle Schranken zu überwinden, damit Hass und Intoleranz bekämpft und überwunden werden können.

Als Verleger von Literatur und Magazinen (Yeni Vatan Gazetesi, Einspruch) ist es Birol Kilic ein Anliegen, gegen Scheinheiligkeit und Falschheit aufzutreten. Mit seinem sehr engagierten Team will der Unternehmer die Begegnung und Kommunikation zwischen den Völkern und Kulturen fördern und Vorurteile zwischen den Menschen abbauen. Kurz: Geistige Brücken bauen! Der Neue Welt Verlag legt großen Wert darauf, dass die Artikel nicht den Odem akademischer Kopflastigkeit versprühen, sondern auch für den historisch weniger versierten Laien leicht verständlich gelesen werden können. Denn Jubiläumsbände einer ganzen Region sollen ja schließlich auch breitere Bevölkerungsschichten als jene des akademischen Elfenbeinturms ansprechen. Diese Gratwanderung scheint geschafft worden zu sein, so konnte man wenigstens in den anschließenden Gesprächen am Buffet hören, während die 9 Autoren fleißig die Bücher signierten.

Mit der jüngsten Publikations-Festveranstaltung „Das Burgenland als internationale Grenzregion“, in Zusammenarbeit mit der Historischen Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ist der Neue Welt Verlag offenbar seinem Ziel einen Schritt näher gekommen. Die Gäste waren begeistert von der Professionalität der Vorstellung und Moderation, wie auch die vielen nachfragenden und ergänzenden Diskussionsbeiträge bewiesen. Moderator Otmar Lahodynsky ( Zeitschrift PROFIL) hatte gemeinsam mit den Autoren alle Hände voll zu tun, alle Fragen des interessierten Publikums seriös zu beantworten. Was auch sehr gut gelang.

Die Geschichte des Burgenlandes im 20. und 21. Jahrhundert ist tatsächlich auch die einer internationalen Grenzregion: Von der „Burgenlandnahme“, über die Nachbarschaft in der Zwischenkriegszeit bis zum „Dritten Reich“ – und vom „Eisernen Vorhang“, über die Grenzöffnung 1989 bis zur Binnengrenze im Schengen-Raum der Europäischen Union – hatten zahlreiche Zäsuren seit dem Ersten Weltkrieg direkte Rückwirkungen auf das Burgenland. Diese prägten auch den Charakter seiner Außengrenze. Mehrmals, nicht zuletzt 1956 und 1989, wurde sie auch zum Schauplatz zentraler, damit in Verbindung stehender Ereignisse. Dies lässt das Burgenland und seine Grenze gleichsam als Fokus europäischer Geschichte erscheinen.

Der nunmehr vorliegende, im Neue Welt Verlag erschienene Sammelband mit dem Titel „Das Burgenland als internationale Grenzregion im 20. und 21. Jahrhundert“ bietet einen Überblick über die wechselvolle Geschichte des Burgenlandes als Grenzregion. In diesem werden bisher unbekannte Fakten – sowie auch neue Interpretationen – einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Ausdrücklich wollten die Herausgeber keine reine Regionalgeschichte bringen. Viel mehr wollten sie gemeinsam mit den AutorInnen die Entwicklung der Außengrenze des Burgenlandes vom Ende der Monarchie bis in unsere Tage hinein – im Kontext der wechselvollen bilateralen und internationalen

 

Entwicklungen der vergangenen fast 100 Jahre beleuchten. In chronologischer Abfolge analysieren die Autoren in durchleuchtenden Querschnittsfragestellungen die exponierte Lage des Burgenlands an einer sich in ihrem Charakter mehrfach verändernden Grenze. Die zahlreichen Wandlungen an der burgenländischen Außengrenze im 20. und 21. Jahrhundert werden nicht zu Unrecht als ein Fokus der europäischen Geschichte bezeichnet. Heute gehört das Burgenland zum Zentrum eines geeinten Europas, gerade deshalb scheint es anlässlich seines 90jährigen Bestandes geboten, auf die wechselvolle Geschichte dieser Grenzregion im Kontext der internationalen Entwicklungen zurückzublicken. Vielleicht kann dieser Band auch dazu beitragen, hartnäckig bestehende „Grenzen im Kopf“ nachhaltig zu überwinden!

Unter den Gästen fanden sich neben anderen prominentenPersönlichkeiten auch der renommierte Philosophieprofessor Prof. i.R. Dr. Norbert Leser und der Intendant von „Art Carnuntum“, Piero Bordin, nebst charmanter Begleitung. Auch der österreichische Botschafter Klaus, selbst aus dem Burgenland abstammend, hat mit Interessentanten Anekdoten die Buchpräsentation bereichert und ihr damit eine große Ehre erwiesen.

 

Buch-Kurzdarstellung

Im Jahr 2011 feierte das kurz nach der Ausrufung der I. Republik konstituierte und wild umstrittene Burgenland sein 90-jähriges Bestehen. Seiner wechselhaften Geschichte ging eine Tagung „Das Burgenland als internationale Grenzregion im 20. und 21. Jahrhundert“ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, gemeinsam mit StudentInnen der Universität Wien nach. Der Tagungsband der zahlreichen Vortragenden, die die neuesten Forschungsergebnisse – aus ausländischen Archiven und Dokumenten sowie aufgrund Zeitzeugen-Interviews – vorstellen, ist im Neue Welt Verlag erschienen.

Die Beiträge zeichnen die Entwicklung von der „Burgenlandnahme“, über die Nachbarschaft mit Ungarn, der Tschechoslowakei und Jugoslawien in der Zwischenkriegszeit bis zum „Dritten Reich“ (Verfolgung u.a. der Roma und Sinti, Grenzwall gegen die Rote Armee, Fluchtbewegungen etc.) und vom „Eisernen Vorhang“, über die Grenzöffnung 1989 (Paneuropa-Picknick) bis zur Binnengrenze im Schengen-Raum der Europäischen Union nach. Auch die Auswanderung nach Amerika – die ersten Burgenländer siedelten sich zumeist in Chicago an – wird in dem auch für Laien leicht verständlichen und mit seltenen historischen Bildern aufgelockerten Aufsatzband behandelt. Zahlreiche Anmerkungen und Internet-Verweise ergänzen die Artikel und machen das Buch damit auch für akademische Burgenland- und Migrationsforscher sowie Genealogen aus Übersee unentbehrlich.

Schauplatz Burgenland – Einstmals Teil des Königreichs Ungarn, hatten nahezu alle weltgeschichtlichen Umbrüche seit dem Ersten Weltkrieg direkte Rückwirkung auf das zuletzt erworbene Bundesland der Republik Österreich und den internationalen Charakter seiner Außengrenze.
Infolge der beiden Restaurationsversuche Kaiser Karls 1921, der Besatzung durch die UdSSR bis 1955, des Ungarn-Aufstandes 1956 und der Wende 1989 – man denke nur an die Bilder der ersten DDR-Flüchtlinge, die um die Welt gingen – wurde seine Grenze zum Schauplatz realpolitischer Dramaturgie. Eine Grenze, die zeitweise als „grüne Grenze“ zahlreichen Ostblock-Flüchtlingen ein Fenster in die Freiheit öffnete, aber ebenso auch alle Perversionen, Absurditäten und Tragödien des „Eisernen Vorhangs“ in sich vereinte – geteilte Ortschaften, auseinandergerissene Familien, Stacheldrahtverhaue und Tretminen, Warengüter- und Menschen-Schmuggel, Konsumtourismus, spektakuläre Papst-Messen mit Johannes Paul II. Dies alles machte das Burgenland mit seinem „Antikapitalistischen Schutzwall“ gleichsam zu einem Fokus europäischer Geschichte zwischen den Machtblöcken NATO und Warschauer Pakt, während sich im jungen 21. Jahrhundert das einstige EU-Fördergebiet zu einer wirtschaftlich prosperierenden Region mit einer sehr positiven Perspektive entwickelt hat (Tourismus, Technologie, Weinanbau, Gastronomie).

Das Fachbuch versammelt im ersten Abschnitt sechs Beiträge, die sich in chronologischer Reihenfolge mit der Geschichte der burgenländischen Außengrenze im 20. Jahrhundert widmen. Dem landesspezifischen Phänomen der Migration wird in einem weiteren Abschnitt mit zwei Aufsätzen Rechnung getragen. Ein abschließender Kommentar reflektiert die vorliegenden Ergebnisse und stellt durch einen Ausblick auf die jüngsten Veränderungen der Grenzregion Burgenland bis ins 21. Jahrhundert den Bogen zur Gegenwart her.

Aus dem Inhalt:

Die burgenländische Außengrenze im 20. und 21. Jahrhundert

Die „Burgenlandnahme“ 1919–1924 
(Richard Lein)

Eine Grenzregion als Teil einer Nachbarschaft – Das Burgenland in der Zwischenkriegszeit
 (Klaus Koch)

Das „Burgenland“ im Zweiten Weltkrieg
 (Karlo Ruzicic-Kessler)

Grenze zu Ungarn 1956: Der Stacheldraht fällt
(Bettina Hofmann)

Am Eisernen Vorhang:  Das Burgenland und die slowakische Grenze 1945–1968 (David Schriffl)

Die Welt blickt auf das Burgenland 1989 – Die Grenze wird zum Abbild der Veränderung
(Maximilian Graf)

Über Grenzen hinweg…

Die Amerikaner und die Burgenländer – eine besondere Geschichte
(Barbara Lass)

„Zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben“ 
Die burgenländische Amerikawanderung der Zwischenkriegszeit 
(Philipp Strobl)

Kommentar und Ausblick
: 90 Jahre Burgenland – Von der Grenze zur Mitte Europas
 (David Pruonto)

Pressefotos:
www.neueweltverlag.at
www.neueweltverlag.at/index.php

homepage

Ein „Denkmal“ für die Wiener: WASCHECHTES WIENERISCH

Der Herausgeber Birol Kilic und die Autorin Maria Magdalena Schuster setzten in ihrem neuen Buch „Waschechtes Wienerisch“ nicht nur den Wienern ein Monument, sondern auch dem wunderbar bildhaften, aktuellen Wiener-Dialekt. Eine wahre Bereicherung der humoristischen sowie volkstümlichen Dialektliteratur. Das Buch wird Ende April 2015 mit dem Neue Welt Verlag für die LeserInnen zur verfügung gestellt.

Wien.  Das Buch wimmelt also von „Halawacheln“, „Trutscherln“, „Zwutschkerln“, „Bissgurn“, „Tschapperln“, „Zniachteln“, „Hirnöderln“ und vielem mehr. Im „Patschenkino“ oder auf einer „Häuseltour“ sagt man sich: „Habidere!“. Der morbide Wiener „Schmäh“ mit seinen bildhaften Ausdrücken – wie zum Beispiel „kralawatschert“ (für „schief, krumm“), „an Schwül haben“ (für „betrunken sein“), „Pamperletsch“ (für „Kind“) oder gar „ausbanelter Blunzenhuaber“ (frei übersetzt „entknöcherter Blutwurstlieferant“, für „magere Kuh“) bringt nicht nur das Gesagte immer genau auf den Punkt, sondern demonstriert auch den enormen Bildhaftigkeitsgehalt, den der Dialekt – und vor allem der Wiener-Dialekt – im Vergleich zur deutschen Hochsprache innehat. „Waschechtes Wienerisch “ ist also sowohl im Bereich der Dialektliteratur als auch der Parodie ein wichtiges und wegweisendes Werk, das nicht nur für Wiener interessant ist, sondern prinzipiell für alle Leserinnen und Leser, die gerne (über sich selbst) schmunzeln.

Der Neue Welt Verlag als Bewahrer von Kultur

„Im Namen des Neue Welt Verlags freuen wir uns sehr, dieses Buch, das von Maria Magdalena Schuster mit viel Liebe geschrieben wurde, herausgeben zu dürfen“, so Herausgeber Birol Kilic, Verleger des Neue Welt Verlags. „Mit dem Buch möchten wir das alte Wiener-Kulturgut bewahren und dieses vielleicht sogar der nächsten Generation schmackhaft machen. Da insbesondere die Literatur dazu beitragen kann, auf Dauer eine funktionierende Kommunikation zwischen verschiedenen Kulturen zu ermöglichen, sind wir darum bemüht, ein breit gefächertes Spektrum an Literatur anzubieten. Nicht nur das, wir möchten auch am Ende des Buches ein dickes deutsches Wörterverzeichnis mit dem speziellen Wiener-Dialekt anhängen, das wir extra mit Experten vorbereiten, damit wir auch das der nächsten Generation näher bringen können.“ Der Neue Welt Verlag ist ein Verlag, der zwischenmenschliche Begegnung und Kommunikation fördert. Sein mehrsprachiges Bücherangebot umfasst sowohl Fach-,  Schul- und Kinderbücher als auch Unterhaltungsliteratur sowie Gedichtbände. Auf diese Weise trägt der Neue Welt Verlag dazu bei, kulturelle Schranken zu öffnen, sowie Vorurteilen und Intoleranz entgegenzuwirken.

Mehr Infos und Rückfragen unter: www.neueweltverlag.at

Fachbücher, homepage

EU for YOU! auf Türkisch

Wolfgang Böhm, Otmar Lahodynsky   Eine literarische und kulturelle Verbindung zwischen Ländern herzustellen, im Besonderen zwischen Österreich und der Türkei, und den Dialog zwischen den Kulturen zu fördern ist der Grundgedanke des Neue Welt Verlages. In Hinblick auf die laufenden Beitrittsverhandlungen der Europäischen Union mit der Türkei entstand die Idee das Buch „EU for you!“ Jugendlichen aus der Türkei und Nordzypern schon im Vorfeld einer möglichen Mitgliedschaft zugänglich zu machen um eine konkrete Vorstellung vom Aufbau, den Ideen und Zielen der EU zu vermitteln.

In „EU for you!“, das von den österreichischen Autoren Wolfgang Böhm und Otmar Lahodynsky speziell als Europa- Einführungsbuch für Schüler und Schülerinnen ab 12 Jahren konzipiert ist, werden die komplexen Funktionsweisen der europäischen Institutionen verständlich dargestellt sowie ihre jeweiligen Aufgabenbereiche aufgezeigt und über die historische und zukünftige Entwicklung der Europäischen Union informiert. Die Vernetzung der einzelnen Institutionen wird ebenso erklärt wie die Mitwirkungsmöglichkeiten der einzelnen Mitgliedsstaaten.

Der Aufbau  von „EU for you“ ist schon solchermaßen gegliedert, dass lediglich der Austausch des länderspezifischen Kapitels notwendig ist um das Buch auch weiteren EU- Mitgliedstaaten als unterstützendes Unterrichtsmittel an Schulen zur Verfügung stellen zu können. So wurde das Werk in türkische Sprache übertragen und nur insoweit modifiziert als sich der länderspezifische Teil konkret mit den erforderlichen Beitrittsvoraussetzungen und Vorgaben, dem bisherigen und zukünftigen Verlauf der Verhandlungen zwischen EU und Türkei und den Rechten und Pflichten einer EU- Mitgliedschaft auseinandersetzt.

Gerade Jugendlichen würde ein EU- Beitritt viele Chancen bieten. Dennoch lässt sich in vielen Beitrittskandidatenländern ein enormes Wissensdefizit über die Europäische Union feststellen und diese häufig als unüberschaubares, bürokratisches und bürgerfernes Gebilde angesehen. Deshalb wäre die Bewusstseinsbildung für ein gemeinsames Europa schon in der Schule und vor einem zukünftigen Beitritt für alle Beteiligten sinnvoll. Es soll verständlich gemacht werden wie sich die EU entwickelt hat, wie sie sich zusammensetzt und funktioniert. Weiters wird deutlich gemacht, dass Entscheidungen welche von der Europäischen Union beziehungsweise ihren Institutionen getroffen werden für jeden einzelnen Bürger und jede einzelne Bürgerin konkret von Bedeutung sind, aber auch, wie Institutionen und Akteure der Mitgliedsländer bei der Entscheidungsfindung mitwirken und Entscheidungen mit beeinflussen können.

 

EU for YOU!

112 Seiten
ISBN 3-9502057-1-3
EUR 9,90
Neue Welt Verlag

homepage, Literatur

IN HOC SIGNO VINCES! Buchpräsentation

Gregor Gatscher-Riedl, IN HOC SIGNO VINCES   Zwischen religiösem Mythos und politischem Anspruch von Byzanz nach Neapel. Die Geschichte des Heiligen Konstantinischen Ritterordens vom Heiligen Georg.   Herausgegeben von Birol Kilic. Mit Vorworten S.K.u.K.H. Simeon von Habsburg-Lothringen und des Verlegers Dipl.-Ing. Birol Kilic.

Neue Welt Verlag, Wien
Hardcover, ca. 206 Seiten, 49 zumeist farbige Abb.
ISBN 978-3-9503061-2-5
Preis: EUR 29,90

Gemeinsam mit dem bekannten Souveränen Malteser Ritterorden ist der Konstantinische Georgsorden die einzige ritterliche katholische Ordensgemeinschaft, die den Status der päpstlichen Anerkennung und Bestätigung bis in unsere Zeit bewahren konnte. Als päpstlicher Orden ist er eine Gemeinschaft des Gebets, der Spiritualität und der Aktion, dem katholische Laien beiderlei Geschlechts sowie Geistliche angehören. Zu den berühmtesten Mitgliedern gehören Papst Pius XII. (Eugenio Pacelli), die Könige von Neapel-Sizilien und spanische Prinzen. Der Ordensauftrag besteht in der Stärkung des christlichen Lebens seiner Mitglieder, wobei sich die Ritter und Damen des Ordens offen zu Papst und Kirche bekennen.

Vor 1.700 Jahren läutete eine himmlische Vision eine neue Epoche ein. Die Vision des Christusmonogramms X und P bzw. des Kreuzes und die Worte „In hoc signo vinces!“ (In diesem Zeichen wirst du siegen!) führten Kaiser Konstantin I. zum Sieg an der Milvischen Brücke (312 n. Chr.) in der Nähe von Rom gegen seinen Widersacher Maxentius. Die „Konstantinische Wende“ bewirkte das sogenannte Edikt von Mailand im Jahre 313, mit dem das Christentum im gesamten Römischen Reich religiöse Freiheit erhielt. Unter Kaiser Theodosius I. wurde schließlich 380 n. Chr. das Christentum zur Staatsreligion erklärt.

Dieser mythische Moment der Kreuzesvision im Jahre 310 spielt bis heute eine große Rolle im Selbstverständnis des Heiligen Konstantinischen Ritterordens vom Heiligen Georg, der als päpstlich approbierte Gemeinschaft und durch seine Verbindungen mit den Dynastien Farnese, Bourbon und Habsburg bzw. Habsburg-Lothringen auch stets Gegenstand der gesamteuropäischen Politik war.

Die konstantinische Tradition erhebt den Anspruch, in der direkten Kontinuität der Kaiser von Byzanz zu stehen. Tatsächlich entstand der Orden aber weder in Rom noch im heutigen Istanbul, sondern verdankt seine Entstehung der Expansion des Osmanischen Reichs unter Sultan Mehmed II. im 15. Jahrhundert. Die Sultane führten den Titel der „türkischen, Asiae und Graeciae Kaiser“, sahen sich also ihrerseits wiederum in der Tradition des Oströmischen Reiches. Der Ritterorden selbst ist mit der sagenumwobenen, mächtigen Fürstenfamilie de Angeli verwurzelt, die sich nach der osmanischen Eroberung Albaniens in der Markusrepublik Venedig niederließ. Paolo Angheli wurde Erzbischof von Durazzo (möglicherweise auch Kardinal) und betrieb regen Schriftverkehr mit den Päpsten Nikolaus V., Calixtus III., Pius II. und Paul II. Er war der intellektuelle und militärische Anführer der albanischen Kirche gegen Sultan Mehmed II.

In der Geschichte des Konstantinischen Georgsordens verschwimmen historische, quellenbasierte Fakten und überlieferte, mit Pathos vertretene Traditionen zu einem uneinheitlichen Bild.

Dr. Gregor Gatscher-Riedl, der den Orden von innen kennt und über bisher unveröffentlichte Hintergrundinformationen verfügt, hat daher in akribischer Kleinarbeit alle bisher erschienenen Dokumente, Monographien und Aufsätze zusammengetragen und eine spannende Chronik dieses faszinierenden „ältesten Ordens der Christenheit“ erstellt, welche auch für Laien leicht lesbar und verständlich ist. Mit dem Quellenteil ist diese Ordensgeschichte eine unentbehrliche Grundlage für weitere Forschungen.

Zahlreiche, teilweise noch nie veröffentlichte Farbabbildungen (Stiche und Gemälde, Ordensklassen der beiden Oboedienzen, Ordenszeremonien) illustrieren den Band, der auch für Phaleristiker, Heraldiker, Numismatiker und Militaria-Sammler von Interesse ist. Ein besonderer Teil beschäftigt sich mit den „falschen konstantinischen Orden“ und zieht damit eine klare Trennlinie zum vom Vatikan anerkannten Heiligen Konstantinischen Ritterordens vom Heiligen Georg. Im Anhang findet sich eine Namensliste der Großmeister, der Großprioren und Kardinal-Protektoren des Konstantinischen Ordens von den Anfängen bis heute. Eine Statistik der Ordensmitglieder von 1699 bis 1960, das umfangreiche Personenregister, ein weiterführender Fußnotenapparat und nützliche Internet-Verweise runden den Band ab.

Über den Autor

Gregor Gatscher-Riedl, Mag. phil. Dr. phil., PhDr., Studi­um an den Universitäten Wien und Nitra (Slowakei). Mitarbeit im Archiv der Stadt Linz, beim Institut Österreichisches Bio­graphisches Lexikon der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, seit 1999 im Archiv der Marktgemeinde Perchtoldsdorf, 2011 Theodor-Körner-Preis für Wissen­schaft und Kunst. Forschungsschwerpunkte: Regional- und Lokalgeschichte mit besonderer Berücksichtigung der habsburgisch-osmanischen Kriege, Studenten­geschichte, Kirchengeschichte, Wappen- und Ordenskunde. Gatscher-Riedl ist Verdienstritter des Heiligen Konstantinischen Ritterordens vom Heiligen Georg, Mitglied der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft „Adler“ in Wien sowie der Orders and Medals Society of America.

Liefertermin voraussichtlich ab Ende Oktober 2012.
Der Band kann ab sofort subskribiert werden!

 

Inhalt

Einleitung

„In hoc signo vinces“ – Eine Legende aus dem Dunst des Tibers
Das Labarum als Blaupause der Ordenssymbolik
Die Großmeisterfamilie Angeli – „Albanesen-Häuptlinge“ kaiserlicher Abkunft?
Der Orden in Venedig
Die Päpste nehmen von der Konstantinischen Idee Notiz
Kontinuum der Ordensgeschichte – Die Erblichkeit der Großmeisterwürde
Der Niedergang und das Aussterben der Angeli
Der Übergang der Großmeisterwürde an Herzog Franz I. Farnese von Parma
Weichenstellungen für die Zukunft: Das Breve Innozenz’ XII., das Diplom Kaiser Leopolds I., die Farnesischen Statuten und die Bulle Clemens’ XI.
Militärische Auseinandersetzungen in der Adria
Ein falscher und ein neuer Großmeister
Die Übersiedlung des Ordens nach Neapel
Thronwechsel in Neapel
Der Orden überlebt trotz Revolution und Thronverlust
Verselbständigung der Parmesischen Ordensritter
Der Orden in der bourbonischen Restauration in Neapel
Schlaglichter aus dem Ordensleben
Der Orden unter der Großmeisterschaft König Ferdinands II.
Il mio onore non è in vendita“ – Der Orden im Exil nach der Einigung Italiens
Ad fontes – Der Orden findet zu seinen Wurzeln zurück
Das Projekt der Ordensbasilika S. Croce in Via Flaminia
Die geistlichen Mitglieder des Konstantinischen Ordens – Bekleidung und Wappenbrauch
Verfassung und Regelung des inneren Ordenslebens
Soziales Engagement in der Kriegs- und Nachkriegszeit
Die Spaltung des Ordens in zwei Oboedienzen 1960
Die Aktivitäten des spanischen Ordenszweiges seit der Spaltung
Die franko-neapolitanische Oboedienz seit der Spaltung
Zusammenfassung
Epilog – Nicht alles was glänzt, ist Gold
Die Großmeister des Konstantinischen Ordens
Die Großprioren und Kardinal-Protektoren des Konstantinischen Ordens
Literatur und Quellen
Siglen und Abkürzungen
Inhaltsverzeichnis

 

Pressemitteilung: Buchpräsentation „IN HOC SIGNO VINCES“

von Deniz Sel 

Wien/Innere Stadt. Rund 65 Personen waren zur Buchpräsentation „IN HOC SIGNO VINCES“ am letzte Woche abends gekommen und trugen zum glänzenden Erfolg der Publikations-Festveranstaltung im Club Stephansplatz 4 der Erzdiözese Wien des neuen Fachbuches über den Heiligen Konstantinischen Ritterorden vom Heiligen Georg bei.

Der Leiter der Wissenschaftlichen Abteilung des Neue Welt Verlags, Arno Tippow, hatte die Ehre, zahlreiche Gäste willkommen zu heißen, die teilweise aus dem Ausland extra angereist waren. Allen voran fanden sich auch der Kustos und Bibliothekar des Stifts Klosterneuburg Dr. Nicolaus Urs Buhlmann CanReg, Msgr. Dr. Ernst Kallinger, MdB Efgani Dönmez (Die Grünen), Bürgermeister Martin Schuster (Perchtoldsdorf) und GemR Bernhard Wurst (Ma. Anzbach) im Publikum ein. Direktor Dr. Christian Ortner (Heeresgeschichtliches Museum HGM), Vertreter des Vorstands der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft „Adler“ und der Gesellschaft für Ordenskunde sowie nicht zuletzt Ordensmitglieder beider Konstantinischer Oboedienzen, des Ordens vom Goldenen Vlies, des Souveränen Malteser Ritterordens und der Johannesgemeinschaft als auch des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem folgten in biedermeierlicher Atmosphäre hinter dem Wiener Steffl den Ausführungen von Autor Dr. Gregor Gatscher-Riedl. Darunter auch andere Autoren-Kollegen, viele Professoren und Studenten.

In einer auflockernden Einleitung machte Herausgeber Birol Kilic zuerst deutlich, dass die Schlacht an der Milvischen Brücke vor 1700 Jahren und die Taten Kaiser Konstantins des Großen für das heutige Verständnis der europäisch-abendländischen Geschichte von geradezu erstaunlicher Bedeutung sind. Es lohne sich, die Geschichte beginnend von der Vierkaiserkonferenz von Carnuntum bis zum Mailänder Edikt genau zu erkunden und die Zusammenhänge begreifen zu lernen. Carnuntum und Kaiser Konstantin haben die Welt verändert! Mit der bislang stark verfolgten christlichen Religion ging es nun staatsrechtlich stetig bergauf. Das Christentum erstarkte und wurde zu einem wichtigen Machtfaktor im Römischen Reich. Zunächst erhielten alle Menschen das Recht, ihren verschiedenen Religion nachzugehen. Später wurde das Christentum zur tragenden Staatsreligion. Dies war aber erst durch die „Konstantinische Wende“ möglich geworden, beginnend mit einer Kreuzesvision vor dem Sieg an der Milvischen Brücke. Der Rest ist etwas bekannter und leitet hinüber in die aktuelle politische Situation, in die Auseinandersetzung zwischen Staat, Kirche, Tradition und anderen Religionen.

Birol Kilic zeigte zahlreiche historische Aspekte auf, die die Verbundenheit des Orients und des Okzidents über die bekannten Konflikte hinweg aufzeigen. Die byzantinischen Bräute waren unter den Babenbergern sehr begehrt und der Wiener Jugendstil nahm etliche Anleihen an der byzantinischen Kunst. Nicht zuletzt ist der Heilige Georg der Schutzpatron der Metropole am Goldenen Horn. Der Name Georg ist in seiner türkischen Form weit verbreitet, da der Heilige Georg auch im Islam verehrt wird.


Der Neue Welt Verlag versteht sich als Brückenbauer zwischen Orient und Okzident, zwischen den Religionen und Kulturen, mit gegenseitigem Respekt unter Achtung der jeweils eigenen Würde. Da passt das Buch von Dr. Gregor Gatscher-Riedl „IN HOC SIGNO VINCES“ sehr gut in die Verlagsphilosophie. Es trägt zum Verständnis des Christentums der Antike bei, thematisiert die Migration der Fürstenfamilie de Angeli infolge der Ausbreitung des Osmanischen Reiches und zeigt die vielschichtigen Themenkomplexe neuzeitlich-europäischer Staatskultur und fürstlich-höfischer Repräsentation auf, nicht ohne die Trennlinien zwischen Staat, Fürstenhaus und kirchlichen Einrichtungen beflissen zu analysieren und akribisch herauszuarbeiten.


Der junge Verlag, der auch die türkische „Yeni Vatan Gazetesi“ und die deutschsprachige Zeitschrift „Einspruch“ vertreibt, ist stetig auf der Suche nach Fachbüchern zu den Themen Geschichte, Kultur, Religion, Wirtschaft, Migration, Alltag und Gesellschaft. Das Leitmotiv des Neue Welt Verlags ist es, kulturelle Schranken zu überwinden, damit Hass und Intoleranz zurückgedrängt und überwunden werden können. Die Unternehmung will die Begegnung und Kommunikation zwischen den Völkern und Kulturen fördern und Vorurteile zwischen den Menschen abbauen. Kurz: Geistige Brücken bauen. Brücken auf denen nicht die Waffen, sondern die Herzen sprechen.

Maximilian Gf. Deym v. Stritez (Kanzler der Kommission für Österreich und Liechtenstein) überbrachte die Grüße des Kommissions-Präsidenten Simeon v. Habsburg-Lothringen und fasste das heutige Selbstverständnis des Ordens in seinen karitativen und religiösen Aktivitäten zusammen.

Der renommierte Autor Dr. Gregor Gatscher-Riedl (Bücher und Aufsätze zum jüdischen Leben in Perchtoldsdorf und zur sozialdemokratischen Arbeiterbewegung) verdeutlichte in kurzweiliger, freier Rede die Zusammenhänge „zwischen religiösem Mythos und politischem Anspruch von Byzanz nach Neapel“ – so auch der Untertitel des Werkes – und verknüpfte diese aufschlüsselnd mit der historisch komplizierten Ordensgeschichte. Dabei stellte er den hohen kirchlichen Legitimitätsanspruch der zwei Oboedienzen und ihre urkundliche und schicksalhafte Verzahnung mit dem Papsttum, den Königreichen beider Sizilien, den Verwicklungen in den Spanischen Erbfolgekrieg, mit dem Haus Farnese und dem Herzogtum Parma dar.


Kanzler Maximilian Graf Deym und der Autor Gregor Gregor Gatscher-Riedl dankten dem Verleger Birol Kilic für die erfolgreiche Drucklegung und überreichten ihm als Anerkennung ein emailliertes Ordensemblem mit der Devis „Res non verba“. Dass beim Neue Welt Verlag die Tat dem Wort folgt, sieht man nicht nur deutlich auf den Pressefotos, sondern auch in der aufwändigen Herstellung und Illustration des vorgestellten Buches.

Im Clubraum fanden sich die Gäste anschließend am Buffet zu anregenden Gesprächen und zum Diskurs zusammen. So konnte man sich mit dem Intendanten Piero Bordin (Art Carnuntum) austauschen, der sich mit zwei Botschafterinnen von Art Carnuntum ebenso eingefunden hatte wie der berühmte Philosophieprofessor Dr. Norbert Leser. „IN HOC SIGNO VINCES“ fand bei den Gästen begeisterte Aufnahme und reißenden Absatz, sodass Autor Gatscher-Riedl mit dem signieren der Bände kaum nachkommen konnte.

Der Neue Welt Verlag dankt der Erzdiözese Wien für die Räumlichkeiten und die reibungslose Organisation!

Bisher erschienene Rezensionen

Pressefotos:
www.neueweltverlag.at
www.neueweltverlag.at/index.php

Bericht der Veranstaltung
(in englischer Sprache)
www.constantinianorder.org/news/21-11-2012-in-hoc-signo-vinces-book-presentation.html

Kurzdarstellung
IN HOC SIGNO VINCES

Gemeinsam mit dem bekannten Souveränen Malteser Ritterorden ist der Konstantinische Georgsorden die einzige ritterliche katholische Ordensgemeinschaft, die den Status der päpstlichen Anerkennung und Bestätigung bis in unsere Zeit bewahren konnte. Als päpstlicher Orden ist er eine Gemeinschaft des Gebets, der Spiritualität und der Aktion, dem katholische Laien beiderlei Geschlechts sowie Geistliche angehören. Zu den berühmtesten Mitgliedern gehören Papst Pius XII. (Eugenio Pacelli), die Könige von Neapel-Sizilien und spanische Prinzen. Der Ordensauftrag besteht in der Stärkung des christlichen Lebens seiner Mitglieder, wobei sich die Ritter und Damen des Ordens offen zu Papst und Kirche bekennen.

Vor 1.700 Jahren läutete eine himmlische Vision eine neue Epoche ein. Die Vision des Christusmonogramms X und P bzw. des Kreuzes und die Worte „In hoc signo vinces!“ (In diesem Zeichen wirst du siegen!) führten Kaiser Konstantin I. zum Sieg an der Milvischen Brücke (312 n. Chr.) in der Nähe von Rom gegen seinen Widersacher Maxentius. Die „Konstantinische Wende“ bewirkte das sogenannte Edikt von Mailand im Jahre 313, mit dem das Christentum im gesamten Römischen Reich religiöse Freiheit erhielt. Unter Kaiser Theodosius I. wurde schließlich 380 n. Chr. das Christentum zur Staatsreligion erklärt.

Dieser mythische Moment der Kreuzesvision im Jahre 310 spielt bis heute eine große Rolle im Selbstverständnis des Heiligen Konstantinischen Ritterordens vom Heiligen Georg, der als päpstlich approbierte Gemeinschaft und durch seine Verbindungen mit den Dynastien Farnese, Bourbon und Habsburg bzw. Habsburg-Lothringen auch stets Gegenstand der gesamteuropäischen Politik war.

Die konstantinische Tradition erhebt den Anspruch, in der direkten Kontinuität der Kaiser von Byzanz zu stehen. Tatsächlich entstand der Orden aber weder in Rom noch im heutigen Istanbul, sondern verdankt seine Entstehung der Expansion des Osmanischen Reichs unter Sultan Mehmed II. im 15. Jahrhundert. Die Sultane führten den Titel der „türkischen, Asiae und Graeciae Kaiser“, sahen sich also ihrerseits wiederum in der Tradition des Oströmischen Reiches. Der Ritterorden selbst ist mit der sagenumwobenen, mächtigen Fürstenfamilie de Angeli verwurzelt, die sich nach der osmanischen Eroberung Albaniens in der Markusrepublik Venedig niederließ. Paolo Angheli wurde Erzbischof von Durazzo (möglicherweise auch Kardinal) und betrieb regen Schriftverkehr mit den Päpsten Nikolaus V., Calixtus III., Pius II. und Paul II. Er war der intellektuelle und militärische Anführer der albanischen Kirche gegen Sultan Mehmed II.

In der Geschichte des Konstantinischen Georgsordens verschwimmen historische, quellenbasierte Fakten und überlieferte, mit Pathos vertretene Traditionen zu einem uneinheitlichen Bild. Dr. Gregor Gatscher-Riedl, der den Orden von innen kennt und über bisher unveröffentlichte Hintergrundinformationen verfügt, hat daher in akribischer Kleinarbeit alle bisher erschienenen Dokumente, Monographien und Aufsätze zusammengetragen und eine spannende Chronik dieses faszinierenden „ältesten Ordens der Christenheit“ erstellt, welche auch für Laien leicht lesbar und verständlich ist. Mit dem Quellenteil ist diese Ordensgeschichte eine unentbehrliche Grundlage für weitere Forschungen.

Zahlreiche, teilweise noch nie veröffentlichte Farbabbildungen (Stiche und Gemälde, Ordensklassen der beiden Oboedienzen, Ordenszeremonien) illustrieren den Band, der auch für Phaleristiker, Heraldiker, Numismatiker und Militaria-Sammler von Interesse ist. Ein besonderer Teil beschäftigt sich mit den „falschen konstantinischen Orden“ und zieht damit eine klare Trennlinie zum vom Vatikan anerkannten Heiligen Konstantinischen Ritterordens vom Heiligen Georg. Im Anhang findet sich eine Namensliste der Großmeister, der Großprioren und Kardinal-Protektoren des Konstantinischen Ordens von den Anfängen bis heute. Eine Statistik der Ordensmitglieder von 1699 bis 1960, ein weiterführender Fußnotenapparat und nützliche Internet-Verweise runden den Band ab.

Über den Autor
Gregor Gatscher-Riedl, Mag. phil. Dr. phil., PhDr., Studium an den Universitäten Wien und Nitra (Slowakei). Forschungsschwerpunkte: Regional- und Lokalgeschichte mit besonderer Berücksichtigung der habsburgisch-osmanischen Kriege, Studentengeschichte, Kirchengeschichte, Wappen- und Ordenskunde. Gatscher-Riedl ist Verdienstritter (Cavaliere di Merito) des Heiligen Konstantinischen Ritterordens vom Heiligen Georg, Mitglied der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft „Adler“ in Wien sowie der Orders and Medals Society of America.

Info und Bestellung:

In hoc signo vinces

Zwischen religiösem Mythos und politischem Anspruch von Byzanz nach Neapel

Die Geschichte des Heiligen Konstantinischen Ritterordens vom Heiligen Georg

Herausgegeben von Birol Kilic

Mit einem Vorwort von Simeon von Habsburg-Lothringen

Hardcover, ca. 206 Seiten, 49 zumeist farbige Abb.

ISBN 978-3-9503061-2-5

Preis: EUR 29,90

Neue Welt Verlag Bestellung: office@neueweltverlag.at
 
Neue Welt Verlag GesmbH,
Dorotheergasse 6/24 / A-1010 Wien,
Mag. Deniz Sel,
Tel: +43 (0)1/513 76 15-0
E-Mail: d.sel@neueweltverlag.at

homepage, Kinderbücher

5. Auflage: „Das große Bildwörterbuch Österreichisches Deutsch – Türkisch“

Österreichisches Deutsch für die ganze Familie   Spielerisch österreichisches Deutsch mit dem neuen deutsch-türkischen Bildwörterbuch lernen. Die neue verbesserte Auflage des farbenfrohen Wörterbuchs wird vom österreichischen Bildungsministerium für den Schulunterricht empfohlen.

Wien. Als erster Verlag in Österreich schaffte es der Neue Welt Verlag mit der neuen und verbesserten Auflage von „Das große Bildwörterbuch Österreichisches Deutsch-Türkisch“ auf die Empfehlungsliste vom österreichischen Bildungsministerium.

Es entstand in Kooperation mit der „Yeni Vatan Gazetesi“ („Neue Heimat Zeitung“) und wurde in einem erfolgreichen Bescheid (BNR 155.907) des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur für die 2. bis 4. Schulstufe empfohlen. „Das große Bildwörterbuch Österreichisches Deutsch-Türkisch“ wurde als Lehrmittel in den Gegenständen Deutsch, Lesen, Schreiben (Deutsch als Zweitsprache) und Muttersprachlicher Unterricht Türkisch für geeignet erklärt. Bereits ab dem Schuljahr 2012/13 konnte das Bilderwörterbuch von den Volksschulen bestellt werden.

„Mit  diesem  Buch  können  Kinder  von  der  zweiten  Schulstufe  aufwärts mit Bildern und dazugehörigen österreichischen und türkischen Bezeichnungen ihre Sprache nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause mit ihren Eltern auf spielerische Weise verbessern. Wir freuen uns, mit der neuen, verbesserten Druckauflage und durch die Empfehlung des Bundesministeriums einen Beitrag zur Integration leisten zu können“, so Birol Kilic, Herausgeber des Buches und der Yeni Vatan Gazetesi. „Österreichisches Deutsch ist für uns Menschen aus der Türkei genauso wichtig wie Wasser, Luft und Brot. Nur so können wir unsere Gefühle ausdrücken und fallweise auch vernünftig und demokratisch Einspruch erheben. Nicht nur das, auch unsere staatsbürgerlichen Pflichten verstehen und unsere Landsleute besser kennen lernen.“

Als integrationsförderndes Buchprojekt soll das Wörterbuch Kindern mit türkischem Migrationshintergrund die deutsche Sprache auf fantasievolle Art nahe bringen. Daher behandeln witzige und farbenfrohe Illustrationen alltägliche Themen wie Körper, Familie, Farben oder Bekleidung. Nach der erfolgreichen ersten und zweiten Auflage nahm der Neue Welt Verlag einige Änderungen im Bildwörterbuch vor. So wurden zum einen gendergerechte Berufsbezeichnungen ins Wörterverzeichnis hinzugefügt. Zum anderen finden sich jetzt in der neuen Auflage auch typisch österreichische Begriffe wie „Schwammerl“ oder „Erdäpfel“.

„Das große Bildwörterbuch Österreichisches Deutsch – Türkisch“ 46 Seiten, Preis: 16,- Euro. ISBN 3-783707-405170, Neue Welt Verlag

Rückfragehinweis:

Neue Welt Verlag
Mag. Deniz Sel

Tel: +43 1 513 76 15-0
Email: d.sel@neueweltverlag.at

www.neueweltverlag.at

homepage, Literatur

Starke Gefühle

Dieser Sammelband dokumentiert die Ergebnisse des Symposions an der Universität Wien im Jahre 2008. Es war der Auftakt einer neuen wissenschaftlichen und fächer­übergreifenden Aktivität. Das dem vorliegenden Band zugrunde liegende Symposion stand unter den Schlagwörtern „Lieben“, „Starke Gefühle“, „lyrische Emotionalitätsdiskurse des 19. Jahrhunderts“. Hoffen wir auf die Stärke der Liebe, die Menschen inmitten der zahlreichen Widersprüche immer mehr bindet und das Gemeinsame vermittelt.

„Wieviel Friedrich Hebbel aus der menschlichen Vernunft, seinem Natur- und Seelenverständnis der menschlichen Existenz uns heutigen Rezipienten hinterlassen hat, zeigen die vorliegenden Texte, die demonstrieren, wie Friedrich Hebbel immer wieder in zeitgenössischem Kontext neu gelesen und befragt werden kann. Die Aussage seiner Bühnenstücke, Prosawerke und Gedichte hält nicht nur in der traditionellen Rezeption, sondern auch etwa im Lichte moderner Gender-Theorien stand. Die Beiträge dieses Bandes belegen dies sehr eindringlich.“
Wolfgang J. Bandion

Vorwort des Verlegers Birol Kilic

Im Namen des Neue Welt Verlages freut es mich, diesen umfangreichen Band zum 200. Geburtstag von Friedrich Hebbel dem interessierten Publikum nachreichen zu können.

An diesem Sammelband, dessen Grundlage eine Fachtagung im Jahr 2012 bildet, arbeiteten zahlreiche Autoren verschiedener internationaler Universitäten in Deutschland, Italien und Österreich (Bergamo, Klagenfurt, Mainz, München, Pressburg/Bratislava, Rom, Wien) und anderer renommierter wissenschaftlicher Institute und Gesellschaften (ÖAW) mit.

In meiner Studentenzeit in Wien haben mich die gefühlsschweren Gedichte Friedrich Hebbels immer sehr bewegt und mein Interesse an seiner Lebensgeschichte geweckt. Umso mehr ist es mir eine persönlich Freude, dass dieser Band, der in einer breit angelegten Studie zahlreiche Aspekte zum Schaffen Hebbels und anderer Dichter beleuchtet, in unserem Verlagshaus zustande kommen konnte.

Der Neue Welt Verlag möchte Brückenbauer zwischen den Kulturen, Religionen und Standpunkten sein. Wenn wir einen wissenschaftlichen Band mit dem Thema „Starke Gefühle“ herausgeben, so wollen wir damit einen Schwerpunkt auf die seelischen Befindlichkeiten und Prüfungen der Menschen legen. Wir wollen bewusst machen, dass ein interkultureller Dialog nur unter Beachtung der besonderen seelischen Fähigkeiten der Menschen möglich ist.

Besonderen Dank möchte ich Prof. Wolfgang J. Bandion aussprechen, der den Kontakt zu den Herausgebern und der „Internationalen Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft Wien“ hergestellt hat. Über ihn wurde auch die Illustration des Bandes mit Bildern des österreichischen Malers Hannes Scheucher ermöglicht. Frau MMag. Julie Bartosch und Frau Univ.-Prof. Dr. Christa Tuczay haben die Redaktion des Bandes tatkräftig und zielstrebig organisiert. Für die umsichtige Sachbearbeitung und die Begleitung der Drucklegung danke ich dem Leiter der Wissenschaftlichen Abteilung des Neue Welt Verlags, unserem Lektor Ing. Arno Tippow M.A.

Birol Kilic
Verleger

Bestellung unter:
Neue Welt Verlag
MC&O GesmbH
Am Graben 31/24
1010 Wien

Tel +43-1-513 76 15-0
Fax +43-1-513 76 15-30
eMail: office[at]neueweltverlag.at

Impressum
1. Auflage 2015
© 2015 Neue Welt Verlag
www.neueweltverlag.at

306 Seiten, Preis: 29,00€
ISBN 978-3-9503061-3-2

Printed in EU

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, auch auszugsweise, gesetzlich vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

homepage, Literatur

Buchpräsentation „DIE ROTEN RITTER“

Buchpräsentation „DIE ROTEN RITTER – Zwischen Medici, Habsburgern und Osmanen. Die Orden und Auszeichnungen des Großherzogtums Toskana.“ Herausgegeben von Birol Kilic. Mit einem Grußwort von Sigismund v. Habsburg-Lothringen
29.10.2014 / Palais Eschenbach

Kurzdarstellung

Die „Roten Ritter“ des Stefansordens operierten von 1561 bis 1773, als sie sich letztmalig an einer Flottenaktion gegen marokkanische Piraten bei Gibraltar beteiligten, in den Gewässern des Mittelmeers. Dabei sind laut den Aufzeichnungen im erhalten gebliebenen Archiv des Ordens 44 Schiffe der Osmanen und ihrer nordafrikanischen

Verbündeten versenkt, sowie 270 aufgebracht und gekapert worden. Die Truppen des Ordens nahmen in diesem Zeitraum 14.870 Gefangene, befreiten 4.840 Christen aus der Sklaverei und brachten sich in den symbolträchtigen Besitz von 350 feindlichen Fahnen und Feldzeichen. Der Orden unter dem roten, achtspitzigen Kreuz hat seine Wurzeln in der Entstehung eines modernen Staatskonzepts für das Großherzogtum Toskana. Trotz oder gerade wegen des rationalen Charakters dieses Regimes, das zu Beginn noch innerhalb scheinrepublikanischer Formen operierte, versuchte der Ordensgründer und erste Großherzog Cosimo  I. de’ Medici später, sich eine dynastische Legitimation in traditionell-monarchischen Bahnen zurechtzulegen. Ein wesentliches Element in dieser Strategie bildete der Stefansorden, dem nach dem Vorbild des Malteserordens die Aufgabe einer christlichen „Seepolizei“ im Mittelmeer zufallen sollte. Im weiteren Verlauf entwickelte sich der Stefansorden zu einem dynastischen Verdienstorden, dem von Seiten der habsburgischen Großherzöge 1807 noch der Verdienstorden vom Hl. Joseph und 1853 der Orden für Zivil- und Militärverdienst an die Seite gestellt wurden. Dieses Buch leuchtet erstmalig die Geschichte der toskanischen Ordenslandschaft aus. Damit wird nicht nur eine Lücke in der historisch-hilfswissenschaftlichen Literatur geschlossen, sondern auch ein Kapitel österreichisch-habsburgischer Geschichte in Italien dargestellt.

 

 

Die AutorenGregor Gatscher-Riedl, Mag. phil., MPA, Dr. phil., PhDr., geboren 1974, Studium der Geschichte und Politikwissenschaft in Wien und Nitra (Slowakei), 2000 bis 2001 Mitarbeiter am Institut Österreichisches Biographisches Lexikon der Akademie der Wissenschaften, seit 2003 Archivar und Leiter der Umwelt- und Sozialabteilung der Marktgemeinde Perchtoldsdorf, Kolumnist bei den NÖ Nachrichten, Schriftleiter der Heimatkundlichen Beilage zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Mödling, 2011 Preisträger des Theodor-Körner-Preises zur Förderung von Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich.

 

 

Mario Strigl, Mag. phil. Dr. phil., Oberstleutnant des höheren militärfachlichen Dienstes, geboren 1972; Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Volkswirtschaft in Linz, München und Wien, Experte für Phaleristik im Auktionshaus Numismatik Lanz, München, Geschäftsführer des forum mozartplatz raum für wirtschaft und kultur, Wien, Lehrbeauftragter am Institut für Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien, Leiter des Archivs der Österreichischen Militärhistorie, Wien, Kommunikationstrainer und Experte für Geschichte des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport, Vizepräsident der Offiziersgesellschaft Wien.

Hardcover, 276 Seiten, 64 zumeist farbige Abb,ISBN 978-3-9503061-5-6Neue Welt Verlag Bestellung:office@neueweltverlag.at Neue Welt Verlag GesmbH Am Graben 31/24, A-1010 WienMag. Deniz Sel Tel: +43 (0)1/513 76 15-0  d.sel@neueweltverlag.at

 

Fachbücher

EU for YOU! auf Türkisch

von Wolfgang Böhm, Otmar Lahodynsky

Eine literarische und kulturelle Verbindung zwischen Ländern herzustellen, im Besonderen zwischen Österreich und der Türkei, und den Dialog zwischen den Kulturen zu fördern ist der Grundgedanke des Neue Welt Verlages. In Hinblick auf die laufenden Beitrittsverhandlungen der Europäischen Union mit der Türkei entstand die Idee das Buch „EU for you!“ Jugendlichen aus der Türkei und Nordzypern schon im Vorfeld einer möglichen Mitgliedschaft zugänglich zu machen um eine konkrete Vorstellung vom Aufbau, den Ideen und Zielen der EU zu vermitteln. In „EU for you!“, das von den österreichischen Autoren Wolfgang Böhm und Otmar Lahodynsky speziell als Europa- Einführungsbuch für Schüler und Schülerinnen ab 12 Jahren konzipiert ist, werden die komplexen Funktionsweisen der europäischen Institutionen verständlich dargestellt sowie ihre jeweiligen Aufgabenbereiche aufgezeigt und über die historische und zukünftige Entwicklung der Europäischen Union informiert. Die Vernetzung der einzelnen Institutionen wird ebenso erklärt wie die Mitwirkungsmöglichkeiten der einzelnen Mitgliedsstaaten.

Der Aufbau  von „EU for you!“ ist schon solchermaßen gegliedert, dass lediglich der Austausch des länderspezifischen Kapitels notwendig ist um das Buch auch weiteren EU- Mitgliedstaaten als unterstützendes Unterrichtsmittel an Schulen zur Verfügung stellen zu können. So wurde das Werk in türkische Sprache übertragen und nur insoweit modifiziert als sich der länderspezifische Teil konkret mit den erforderlichen Beitrittsvoraussetzungen und Vorgaben, dem bisherigen und zukünftigen Verlauf der Verhandlungen zwischen EU und Türkei und den Rechten und Pflichten einer EU- Mitgliedschaft auseinandersetzt.

Gerade Jugendlichen würde ein EU- Beitritt viele Chancen bieten. Dennoch lässt sich in vielen Beitrittskandidatenländern ein enormes Wissensdefizit über die Europäische Union feststellen und diese häufig als unüberschaubares, bürokratisches und bürgerfernes Gebilde angesehen. Deshalb wäre die Bewusstseinsbildung für ein gemeinsames Europa schon in der Schule und vor einem zukünftigen Beitritt für alle Beteiligten sinnvoll. Es soll verständlich gemacht werden wie sich die EU entwickelt hat, wie sie sich zusammensetzt und funktioniert. Weiters wird deutlich gemacht, dass Entscheidungen welche von der Europäischen Union beziehungsweise ihren Institutionen getroffen werden für jeden einzelnen Bürger und jede einzelne Bürgerin konkret von Bedeutung sind, aber auch, wie Institutionen und Akteure der Mitgliedsländer bei der Entscheidungsfindung mitwirken und Entscheidungen mit beeinflussen können.

Fachbücher

INVESTITION TÜRKEI: Buch-Neuerscheinung

Investitionsstandort und Förderungen in der Türkei aus der Sicht österreichischer Unternehmen

aus dem Inhalt:

Türkei Länderprofil

– Daten/Übersicht
– Geschichte / Politisches System / Übersicht der aktuellen Regierung
– Wirtschaftspolitische Übersicht

Die Beziehungen der EU zur Türkei

– Die EWG und die Türkei / Ankara Agreement / Zollunion
– Übersicht und Stand der EU Beitrittsverhandlungen mit der Türkei
– Der EU Finanzrahmen für die Türkei 2006 und 2007-2013
– EU-Förderungen und Finanzierungen in der Türkei

Die Beziehungen Österreichs zu Türkei

– Geschichte der wirtschaftlichen, diplomatischen und kulturellen Beziehungen
– Bestehende wirtschaftliche Beziehungen (Austausch von Waren und Dienstleistungen)
– Geltende bilaterale Abkommen
– Österreichische Kontaktstellen in der Türkei
– Good Practices: Erfolgreiche Kooperationen / Investitionen Ö-TK Unternehmen
– Das endogene potential Wiens / Ö als Wirtschaftsfaktor

Die Türkei als Investitionsstandort

– Der türkische Binnenmarkt und die Region (Hub zu Schwarzmeer & Naher Osten)
– Erfolgversprechende Sektoren mit hohem Wachstumspotential (z.B. Transportinfrastruktur, Bau, Umwelttechnologien & Erneuerbare Energien, Beratungsunternehmen).
– Wirtschaftliche, steuerliche und Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen für Investitionen in der Türkei
– Nationale und regionale Unternehmensförderungen in der TK
– Internationalisierungsförderungen in Ö: AWS, ÖKB, Banken
–  Bankensystem und IFI (EIB / EBRD) in der TK